An einem Junimorgen komme ich vom Markt zurück, die trombette noch mit den Blüten dran. Ich will eine Frittata daraus machen. Einziges Problem: Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie man Zucchiniblüten behandelt.
Also frage ich Silvia, die sich mit solchen Dingen besser auskennt als ich: „Öffne die Blüte, entferne Stiel und Staubgefäß im Inneren und spüle sie gut ab.“ Und ich, todernst: „Und was zum Teufel sind Stiel und Staubgefäß?“ Scheint, als hätte ich in der Schule nur bei der Anatomie des Menschen aufgepasst. Urteil, zwischen zwei Lachern: „Ach was, behalt einfach die gelben Blütenblätter, das geht schneller.“
Genau da fangen wir an, denn das ist die eigentliche Hürde: die Blüten. Man muss sie öffnen, vom Stempel im Inneren befreien und sorgfältig waschen, denn darin findest du Erde und hin und wieder einen sechsbeinigen Untermieter. Wenn du dir darüber nicht zu viele Gedanken machen willst, zupf einfach die gelben Blütenblätter ab, das reicht: Der Geschmack bleibt derselbe.
Die trombette mit ihren Blüten, am Marktstand von Oneglia.
Der Rest ist die einfachste Frittata der Welt, und sie schmeckt nach Garten und Meer zugleich. Die trombette holst du dir auf dem Markt, am besten bei der Frau, die dir das Gemüse Stück für Stück aussucht. Sie hat mir etwas beigebracht, das ich nicht wusste: Zucchiniblüten sollte man noch am selben Tag verwenden, und wenn die trombette ein paar Tage länger halten sollen, kauf sie mit noch angewachsener Blüte, denn die Blüte schützt die Zucchini.
Meine Tochter Emma, die normale Zucchini nicht mal ansieht, dreht bei dieser Frittata völlig durch. Und wenn ein Kind dich um eine zweite Portion Gemüse bittet, hast du gewonnen.